Seminar für eine anschließende Benennung zur Elektrofachkraft
Gemäß BGR A3 dürfen nur Mitarbeiter zum AuS befähigt werden, die die Voraussetzung einer Elektrofachkraft gemäß BGV A3, oder in Ausnahmen die einer EuP.
Geeignet kann auch eine Person ohne Abschluss einer elektrotechnischen Ausbildung sein, die durch mehrjährige Tätigkeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis nach Überprüfung durch eine Elektrofachkraft nachgewiesen werden. Der Nachweis ist zu dokumentieren. Diese Person hat somit Kenntnisse und Erfahrungen in diesem Aufgabengebiet erworben und kann damit die übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen. Anschließend kann diese Person zur Elektrofachkraft benannt werden.
Dauer: 10 Tage
1. und 2. Tag Mathematische Grundlagen:
- Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Potenzen
- Reelle Zahlen, imaginäre Zahlen, komplexe Zahlen
- Physikalische Größen
- Dimensionen
3. und 4. Tag Grundlagen Elektrotechnik:
- Gleichstrom, Wechselstrom, Drehstrom
- Strom- und Spannungsverlauf
- Scheitelwert, Effektivwert, Frequenz
- Ohmsche Widerstände
- Magnetisches und elektrisches Feld
- Kapazitive und induktive Widerstände
- Induktionsgesetz
- Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Gesetze Wirkstrom, Blindstrom, Wirkleistung, Blindleistung
5. und 6. Tag Anwendung der Grundlagen bei Betriebsmitteln:
- Impedanzen:
Leitungen, Kabel, Drosseln, Kondensatoren
Praktische Gestaltung - Induktionsgesetz:
Transformatoren, Wandler Generatoren, Motoren
Praktische Gestaltung - Strom- Spannungsverlauf:
Schaltgeräte, Sicherungen
Praktische Gestaltung
MSR-Technik
7. und 8. Tag:
- Wirkung von Spannungen:
Betriebsspannung Schaltspannung Gewitterspannung - Wirkung von Strömen:
Betriebsstrom Kurzschlussstrom Erdschlussstrom
Anwendung der Grundlagen auf die Gestaltung von Netzen und Schaltanlagen
- Wahl der Spannungsebene:
Fortleitung und Verteilung - Netzgestaltung:
Parallelleitung, Ring- und Maschennetz Zuverlässigkeit, Netzverluste Kurzschlussleistung - Anlagengestaltung:
Niederspannungsanlagen Mittelspannungsanlagen - Schutzkonzeption:
Überstrom- und Kurzschlussschutz Überspannungsschutz
9. Tag:
- Die elektrische Gefahr:
Körperdurchströmung Lichtbogenereignisse - Die Beherrschung der elektrischen Gefahr:
3 Arbeitsmethoden an und in der Nähe von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln - Grundlagen des Arbeitsschutzes:
Arbeitsschutzgesetz, BGV A1, BGV A3, DIN VDE 0105 T100 - Verhalten bei elektrischen Unfällen
10. Tag Theorie Arbeiten unter Spannung:
- Grundlagen des Arbeitsschutzes, Rechtsfolgen bei Missachtung von Gesetzen und Vorschriften, Begriffe
- elektrische Gefährdungen, Unfallgeschehen
- Anforderungen an Arbeiten unter Spannung gemäß der Unfallverhütungsvorschriften „Grundsätze der Prävention“ (BGVA1), „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A3), der DIN VDE 0105 Teil 100 sowie BGR A3
- Betriebliche-/technische-/organisatorische Regelungen für Arbeiten unter Spannung
- Befähigung für Arbeiten unter Spannung
- Arbeitsanweisung, Arbeitserlaubnis zum Arbeiten unter Spannung, sicherheitstechnische Maßnahmen für Arbeiten unter Spannung, Einsatz, Behandlung, Pflege und Prüfung der persönlichen Schutzausrüstungen, Schutz- und Hilfsmittel sowie Werkzeuge für Arbeiten unter Spannung
- Grundsätze zur Vorbereitung, Durchführung und Abschluss von Arbeiten unter Spannung
- Arbeitsverfahren bei Arbeiten unter Spannung , Hinweise zur Ersten-Hilfe
- Soweit zutreffend: Betriebliche Führungsstruktur, Betriebsnormen
- schriftliche Prüfung
Zur Gestaltung der Ausbildung:
- Theorieausbildung von 08.00 bis 13.00 Uhr
- Praktikum von 13.30 bis 16.00 Uhr mit kurzer Kontrollarbeit
Abschluss der Ausbildung:
- Prüfung über alles und bei „bestanden“ Nachweis über erfolgreiche Teilnahme.
Arbeitsmaterial:
- Fachkunde Elektrotechnik, Verlag Europa-Lehrmittel, Europa Nr.: 30138

