Grundlagen der Elektrotechnik und Elektrosicherheit / für eine anschließende Benennung zur Elektrofachkraft

Grundlagen der Elektrotechnik und Elektrosicherheit / für eine anschließende Benennung zur Elektrofachkraft

Seminardauer:
10 Tage (inklusive schriftlicher Prüfung) optional 5 bis 20 Tage Praxisausbildung (Module)

Seminarziel:
Theoretische (bei Bedarf auch praktische) Ausbildung für die Ernennung zur Elektrofachkraft

Zielgruppe:
Personen ohne Abschluss einer elektrotechnischen Ausbildung, aber mit mehrjähriger praktischer Berufserfahrung im elektrotechnischen Bereich

Seminarkonzept:
Theoretische Unterweisung, praktische Ausbildung, Übung, Schriftliche Prüfung / Bewertung im Praxisteil

Seminarort:
Großröhrsdorf oder vor Ort

Gemäß DGUV Regel 103-011 dürfen nur Mitarbeiter zum AuS befähigt werden, die die Voraussetzung einer Elektrofachkraft gemäß DGUV Vorschrift 3, oder in Ausnahmen die einer EuP erfüllen.
Gemäß DGUV Vorschrift 3 kann auch eine Person ohne Abschluss einer elektrotechnischen Ausbildung geeignet sein, wenn diese eine mehrjährige nachgewiesene Tätigkeit, mit überprüfter Ausbildung in Theorie und Praxis durch eine Elektrofachkraft, absolviert hat. Der Nachweis ist zu dokumentieren. Diese Person hat somit Kenntnisse und Erfahrungen in diesem Aufgabengebiet erworben und kann damit die übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen. Anschließend kann diese Person zur Elektrofachkraft benannt werden.

Inhalte:

Mathematische Grundlagen

  • Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Potenzen
  • Reelle Zahlen, imaginäre Zahlen, komplexe Zahlen
  • Physikalische Größen
  • Dimensionen

Grundlagen Elektrotechnik:

  • Gleichstrom, Wechselstrom, Drehstrom
  • Strom- und Spannungsverlauf
  • Scheitelwert, Effektivwert, Frequenz
  • Ohmsche Widerstände
  • Magnetisches und elektrisches Feld
  • Kapazitive und induktive Widerstände
  • Induktionsgesetz
  • Ohmsches Gesetz, Kirchhoffsche Gesetze Wirkstrom, Blindstrom, Wirkleistung, Blindleistung

Anwendung der Grundlagen bei Betriebsmitteln:

  • Impedanzen:
    Leitungen, Kabel, Drosseln, Kondensatoren
    Praktische Gestaltung
  • Induktionsgesetz:
    Transformatoren, Wandler Generatoren, Motoren
    Praktische Gestaltung
  • Strom- Spannungsverlauf:
    Schaltgeräte, Sicherungen
    Praktische Gestaltung
    MSR-Technik
  • Wirkung von Spannungen:
    Betriebsspannung Schaltspannung Gewitterspannung
  • Wirkung von Strömen:
    Betriebsstrom Kurzschlussstrom Erdschlussstrom

Anwendung der Grundlagen auf die Gestaltung von Netzen und Schaltanlagen:

  • Wahl der Spannungsebene:
    Fortleitung und Verteilung
  • Netzgestaltung:
    Parallelleitung, Ring- und Maschennetz Zuverlässigkeit, Netzverluste Kurzschlussleistung
  • Anlagengestaltung:
    Niederspannungsanlagen Mittelspannungsanlagen
  • Schutzkonzeption:
    Überstrom- und Kurzschlussschutz Überspannungsschutz
  • Die elektrische Gefahr:
    Körperdurchströmung Lichtbogenereignisse
  • Die Beherrschung der elektrischen Gefahr:
    3 Arbeitsmethoden an und in der Nähe von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
  • Grundlagen des Arbeitsschutzes:
    Arbeitsschutzgesetz, BGV A1/ DGUV Vorschrift 1, BGV A3/ 3, DIN VDE 0105 T100
  • Verhalten bei elektrischen Unfällen

Zur Gestaltung der Ausbildung:

  • Theorieausbildung von 08.00 bis 13.00 Uhr
  • Praktikum von 13.30 bis 16.00 Uhr mit kurzer Kontrollarbeit

Abschluss der Ausbildung:

  • Prüfung über alles und bei „bestanden“ Nachweis über erfolgreiche Teilnahme.

Arbeitsmaterial:

  • Fachkunde Elektrotechnik, Verlag Europa-Lehrmittel, Europa Nr.: 30138

optionale Praxismodule zusätzlich buchbar:

  • 5 Tage Energieversorgung Freileitung-Niederspannung 1 kV
  • 5 Tage Energieversorgung Freileitung-Mittelspannung 36 kV
  • 5 Tage Energieversorgung Kabelmontage-Niederspannung 1 kV
  • 5 Tage Energieversorgung Schaltanlagen/Zähler 1 kV
  • 5 Tage Industrietechnik
  • andere Module auf Anfrage

Nach anschließender Benennung zur Elektrofachkraft können auch entsprechende Schulungen unter Spannung gebucht/ durchgeführt werden.

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